<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lektor und Ghostwriter in Berlin &#187; Petitessen</title>
	<atom:link href="http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.smuda-berlin.de</link>
	<description>Karl-Heinz Smuda</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 May 2012 14:49:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Rente: die Hoffnung der Berliner Abiturienten. Que Sera, Sera &#8230;</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/rente-die-hoffnung-der-jugend/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/rente-die-hoffnung-der-jugend/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 07:32:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=20011</guid>
		<description><![CDATA[Wie denkt die Jugend an ihre Rente? Der Abiturjahrgang 2011 hat in Berlin eine klare Antwort gegeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-20012" title="Rente" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2011/09/Rente.jpg" alt="" width="287" height="480" />Wie denkt die Jugend über ihre Perspektive, über ihre Rente gar? Der Abiturjahrgang hat 2011 in Berlin eine klare Antwort gegeben.</p>
<p>Soll mal einer sagen, dass die Jugend pessimistisch in die Zukunft blickt.</p>
<p>In 46 Jahren, glauben die die Abiturienten, bekommen sie ihre &#8220;dicke Rente&#8221;. Mit 17 hat man noch Träume. Mit 18 denkt man an den Ruhestand. Aber das ist nicht alles, was uns trennt.</p>
<p>Die Rentenformel gehörte offenbar nicht zum Schulstoff, womöglich aber Norbert Blüms &#8220;Die Rente ist sischer!&#8221; Die kommt im Alter von 64 Jahren. Ganz &#8220;sischer&#8221;.</p>
<p>Que sera. In dem Lied will ein Kind Antworten haben. Die Mutter sagt: Es kommt, wie es kommt. Viele Jahre später erkundigt sich die zur Frau Gereifte bei ihrem Mann erneut nach ihrer Zukunft.</p>
<p>Die Antwort lautet immerzu: Que Sera, Sera. What ever will be, will be.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/rente-die-hoffnung-der-jugend/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das wahre Leben der erfolgreichen Autorin</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-freizeit-einer-echten-erfolgsautorin/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-freizeit-einer-echten-erfolgsautorin/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 13:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=19706</guid>
		<description><![CDATA[Die Freizeit einer echten Erfolgsautorin, die auf ihre Art abschalten muss. Wahre Entspannung bietet das Leben aus dem Fernsehen bei n-tv und N24. Das schreibt die Frau an ihren Lektor, der sich nicht wundert, weil das Schreiben Kraft fordert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>E-Mail einer erfolgreichen Autorin an ihren Lektor.</strong> Die in ihren Werken ungewöhnlich sensible Schriftstellerin genießt nach Monaten mühseligen Arbeitens ihren ersten wahrhaft unbeschwerten Tag.</p>
<p>Sie bricht eine Lanze für die späten Dokumentationen im Privatfernsehen auf den hinteren Programmplätzen ihrer selten genutzten Fernsehkanäle.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-19713" title="Das wahre Leben" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2011/07/Das-wahre-Leben.jpg" alt="" width="381" height="285" />„Genau das:</p>
<p>Was ich heute mache? Ich bewundere vor dem Fernseher die Tierwelt in den Tiefen Australiens und die Erkenntnis, dass es 90 Arten des Hammerhais gibt, den man hier in Berlin niemals trifft, obwohl Berlin drei Flüsse hat.</p>
<h3>Tanksäule</h3>
<p>Hübscher sind doch die besten Unfälle an Tankstellen und von Öltankern, wenn das arme Vieh verklebt aus dem Wasser steigt oder der amerikanische Autofahrer an einer explodierenden Tanksäule arg verbrannt wird, aber immerhin als  wundersam Geretteter später triefend erzählen kann, wie furchtbar das alles war.</p>
<p>Dazu gibt es die Erklärung, dass man ja auch nicht mit der Zigarette im Mund tanken soll.</p>
<p>Fernsehwelt 2011.</p>
<h3>Pizza</h3>
<p>Man öffnet zwischendurch dem aussichtslos dicken Pizza-Boten gut gelaunt die Tür, nimmt den quadratischen Karton und drückt dem schwitzenden Bub ein paar Euro in die Hand. Adieu, Realität.</p>
<p>Dann vor dem Apparat kommt die Mahnung: Andererseits überleben die Tankenden ihr Ungemach fast immer. Zur Not spricht die Ehefrau im Fernsehen, falls die Tanksäule unglücklich auf den Fahrer gefallen sein sollte.</p>
<p>Die Witwe sagt dann so Dinge, dass ihr Ex-Henry ein wirklich guter Amerikaner gewesen sei, leider aber mausetot ist. Das ist alles einfach wunderbarer als die ´Tagesschau´, wenn man so lange an einem Buch geschrieben hat, das wirklich intelligent sein sollte.</p>
<h3>n-tv und N24 heute</h3>
<p>Das richtige Leben hat mich wieder, doch brauche ich es weiter satt. Es lebe hoch &#8211; das deutsche Privatfernsehen, vor allem n-tv und N24. Heute bitte keine Dialoge.</p>
<p>Das ist das Programm für den Abend. Jetzt aber Trash am sonnigen Nachmittag aus dem bislang ungenutzten DVD-Player. Wenn Nichts weg ist, taucht Keiner auf. Dann kann man sich mit dem eben einen guten Abend machen. Keiner trinkt. Ich werde an solchen Wortspielereien heute meinen Spaß haben. Ich bin frei.</p>
<p>Sollte ich in Zukunft besser die Redaktion eines Magazins über indische Bollywood-Filme übernehmen? Fremden Leuten müsse ich per E-Mail aufgeblasen schreiben, um billige Schreiberlinge zu gewinnen: ´Man schätzt meinen Perfektionismus und meine Expertise, insbesondere seit den kritischen Phasen der Reformen in der deutschen Rechtschreibung.´ Kritisch bin ich schon, nicht Kathie, die dumme Kuh.</p>
<h3>Eyjafjallajökull</h3>
<p>Hierzulande gleich vor dem Fernseher: ´Euro-Trip´mit Jungamerikanern &#8230; Also dummes Zeugs. Bei Euro-Trip geht einer der Jungs in ein niederländisches Bordell. Die dominierende Dame zeigt ihm einen Riesendildo. Wenn er Panik bekommt, soll er ein Codewort sagen, das so klingt wie dieser isländische Vulkan. Es fällt ihm nicht ein &#8230; Panik ist nicht gut.</p>
<p>Am nächsten Tag trifft er seine Freunde und will einfach nicht über die Nacht reden. Das habe ich genauso gern wie fliegende Tanksäulen.</p>
<p>Zeit für die Wanne. Ich brauch keine Ruhe, sondern wahre Entspannung bei n-tv und N24. Bis bald. Du wirst mich verstehen.“</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-freizeit-einer-echten-erfolgsautorin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Liebe und Schicksal. Tomasz und Alexandra.</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/liebe-und-schicksal-tomasz-und-alexandra/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/liebe-und-schicksal-tomasz-und-alexandra/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 18:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=17836</guid>
		<description><![CDATA[Eine wahre Kurzgeschichte aus Berlin. Trauer hat viele Gesichter. Es ist die Geschichte von Liebe, Trauer und Schicksal des einsamen Tomasz und seiner jüngeren Freundin Alexandra.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie schreibt man eine Kurzgeschichte mit einem Anfang, aber ohne Ende?</strong></p>
<p>&#8220;Wer beim Radio arbeitet, ist vielleicht heilfroh, das Geplapper seiner Hörer nicht ertragen zu müssen. Kluges wird auf die Membrane gesprochen. Man sagt vom Tisch aus Tschüss, das rote Licht geht aus, und es laufen die Nachrichten.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-5438" title="Kurzgeschichte schreiben" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2009/06/Wellness0001-320x200-244x300.jpg" alt="Kurzgeschichte schreiben" width="244" height="300" />Man kann nicht sagen, dass sich der Sprecher gelangweilt hat. Er nicht. Doch Alexandra draußen hatte gar keine Ahnung davon, was der Unterschied zwischen wichtig und interessant ist. Hatte sie Langeweile, rief sie Tomasz vom Radio an. Der ging in Berlin-Schöneberg bald nicht mehr ans Telefon.</p>
<p>Diese Handygeneration braucht einen Führerschein, dachte Tomasz, zuckte zusammen, schaute vorsichtig auf die Anzeige seines Fernsprechapparates. Die seltsame Melodie hallte durch den Raum, minutenlang. Endlich herrschte Stille. Alexandra hatte ihre Langeweile überwunden, also aufgelegt. Tomasz fand mühsam den Gedankenweg in das Abenteuer wieder, das er am nächsten Tag aus einem Studio erklären wollte: Jedenfalls das, was die Welt zu interessiere habe.</p>
<p>Die größte Strafe für plappernde Dummköpfe sei längst nicht mehr die Tracht Prügel mit Mutters altem Teppichklopfer, sondern der Entzug des kleinen Telefons. Man redet über das Theater, über Maler, Bücher, nur nicht über die Kultur des Telefonierens. Kulturschaffende fühlen sich nicht zuständig, Politiker sowieso nicht.</p>
<p>In der U-Bahn trauen sich nicht einmal die Hartgesottenen, den Regenschirm zu nehmen und einer schwadronierenden Schwätzerin wie Alexandra das Handy mit einem Hieb aus der Hand zu schlagen. In vielen Jahren wird es dafür Applaus geben. Tomasz würde lange vorher eine der Schlägerinnen mit all seiner Wärme umarmt haben. Denn die Frau hatte den Mut einer saarländischen Kugelstoßerin des Jahres 1956 und den Blick der schwarzen Mamba vor dem tödlichen Biss gezeigt.</p>
<p>Tomasz war 40 und schrecklich in die 29-jährige Alexandra verliebt. In den ersten Tagen ihrer Zweisamkeit fand sie seinen Nachnamen so bezaubernd, dass sie gleich an die Trauung dachte. Er vergab ihr alles. Man braucht kein Freund Beethovens und des 16. Streichquartetts zu sein, um sich wie der Komponist zu fragen: &#8220;Muss es sein?&#8221;</p>
<p>Am Ende der Zweisamkeit traf eine SMS ein: „Ich habe einen Neuen!“ Sie meinte vermutlich den Namen.</p>
<p>Tomasz blieb zerzaust zurück, weinte unentwegt, aß nicht, duschte nicht, fühlte sich verloren. Der Himmel war ihm dunkel im grellen Sommerlicht. Dann kam der Sylvesterabend. Darf man die Realität verleugnen, wenn Alexandras Neuer während der leuchtenden Bumserei da draußen lieber mit einer gebräunten Transsexuellen in Berlin-Hellersdorf schlief? Es war so.</p>
<p>Alexandra fand ihr Handy nach Mitternacht viel bombiger, rief Tomasz an und wünschte Geschlechtsverkehr. Lange herumdrucksen musste sie nicht. Interessiert sei sie ebenso an den illegalen Downloads von Filmen und Liedchen. Aus ihrem Mund quollen dafür Details des erhofften Stelldichein zwischen Schulter und Knie, zwischen Bett und Kronleuchter.</p>
<p>Tomasz brauchte danach zu lange, um die Verabredung, die nach drei Tagen stattfinden sollte, abzusagen. Absurderweise kamen ihm kurz zuvor ein halbverbranntes rumänisches Schnitzel und fader Gurkensalat in den Sinn. Der Hungrige verzehrt sich danach bis in die Träume hinein.</p>
<p>Im einzigen lichten Moment der folgenden Tage besann er sich auf die Lüge, in guten Händen zu sein. Es wurde eine Liebe erfunden, sogar mit internationalem Touch. In Wahrheit war Tomasz der einsamste Mensch der Welt. Hätte Tomasz nicht bloß schreiben sollen, dass der Sex entfällt? Wäre der Satz „Scher´ Dich zum Teufel, bedeutungslose Schlampe!“ nicht besser gewesen? Man hat gut reden.</p>
<p>Tomasz traf sich in den ersten Januartagen mit einem &#8220;Informanten&#8221;, wie er ihn nannte. Im amerikanischen Film hieß so einer &#8220;deep throat&#8221;: Das war völlig ausgeschlossen.</p>
<p>Der Informant war zwar mit Alexandra bis in alle Ewigkeit verkracht, doch wie ein Förster auf dem Hochsitz. Bei ihm trachtete Tomasz nach Informationen, die er sowieso schon kannte. Die Rede war von einer Mitbewohnerin der Alex, die alles mitgenommen hatte, was ihr gehörte. Also war die Wohnung leer, vollkommen leer. Die deutlich zurückgebliebene Alexandra hatte in Tomaszs Herzen ein neues Zimmer bezogen. Das wusste sie, er nicht. Er wird die Untermieterin ein Leben lang spüren.</p>
<p>Sie selbst hat per Handy mitgeteilt, sie wünsche, dass der elf Jahre ältere Tomasz für den Geschlechtsverkehr einen zweiten Mann organisiert, am besten einen aus Portugal. Was wird Tomasz tun?&#8221;</p>
<p><em>Jack Klein: &#8220;Trauer hat viele Gesichter&#8221;</em></p>
<p>Berlin, 2008 (vergriffen)</p>
<p>Lektorat: Karl-Heinz Smuda</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/liebe-und-schicksal-tomasz-und-alexandra/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ghostwriter in Venedig</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/ghostwriter-in-venedig/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/ghostwriter-in-venedig/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 07:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=17033</guid>
		<description><![CDATA[Die Reise nach Venedig als Ghostwriter. Begegnung in Italien. Alltag des Ghostwriters?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Flughafen, Bus, Venedig (danach ging es mit dem Boot in die Stadt). Freitag, 12 Uhr. Bedeckter Himmel, klare Luft.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-17036" title="Ghostwriter Italien" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/11/Ghostwriter-Italien-Reise-279x300.jpg" alt="Ghostwriter Italien" width="176" height="189" />Unternehmer offenbar, Computerbranche, grau und scheinbar sparsam wegen der städtischen Busverbindung, die er genutzt hat. Westfälisch. Blonde, betont feinsinnige Frau neben sich. Beide etwa Mitte 50. Venedigreisende …</p>
<p>Er steht an der Bushaltestelle: „Scheiße, wie geht das hier?“ Er sucht nach einem Schild. Den Fahrschein hat er schon. Sie wackelt gelassen davon: „Keine Ahnung!“ Sie redete in eine andere Richtung, Ihr Abstand von ihm schon 10 Meter. Der Bus fährt ein.</p>
<p>Hinter mir im Bus er über die Kollegen daheim:</p>
<p>Er: „Ja, der Eine ist psychisch krank, die Andere ist eine Schlampe, der Dritte ist unterbelichtet!“</p>
<p>Sie sogleich: „Wie das hier aussieht in Venedig!“ (Ekel in der Stimme), Vorort: Mestre.</p>
<p>Er: „Der Berlusconi macht mit Frauen ´rum. Die Frauen reden sogar darüber in der Zeitung. Dass die Leute hier keinen Aufstand machen. Widerlich. Das ist ja eine verkommene Bananenrepublik!“</p>
<p>Sie: „Gleich müssen wir auch noch Boot fahren. Venedig habe ich mir anders vorgestellt.“</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/ghostwriter-in-venedig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Biafra im Café Kranzler</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/biafra-im-cafe-kranzler/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/biafra-im-cafe-kranzler/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 12:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Biafra]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Café Kranzler]]></category>
		<category><![CDATA[Ghostwriting]]></category>
		<category><![CDATA[korrekturlesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Smuda]]></category>
		<category><![CDATA[Wilmersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Witwen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=15273</guid>
		<description><![CDATA[Wilmersdorfer Witwen erobern das legendäre Café Kranzler am Kurfürstendamm in Berlin. Wegen des Kuchens kommt es zu schweren Vorwürfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der belebende Kaffeeduft ist nicht gerade das, was die beiden Damen ins Café Kranzler am Kurfürstendamm 18 gezogen hat. Eine trägt ein luftiges Sommerkleidchen. Schlank und rank ist sie.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-15274" title="Menue fürs Leben" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/08/Menue-fürs-Leben.jpg" alt="" width="173" height="230" />Ihre gute Berliner Freundin sieht dagegen ganz anders aus.</p>
<p>Ihr Toilettenfehler besteht darin, zuhause in Wilmersdorf einen breiten Gurt um die Hüften gelegt zu haben. Beide Heroen scheinen älter als 70 zu sein. Doch läßt sich das heute nicht einmal vom Nebentisch treffsicher erkennen. Wonnig ist Berlin nicht nur in der Sommerzeit.</p>
<p>Frau mit Gurt will Kuchen essen, jede Menge, noch lebenslang.</p>
<p>Deshalb blafft sie kraftvoll ihre dagegen filigrane Begleitung an: „Nur weil Du Dich mal zwei Tage lang jung gefühlt hast, ruinierst Du Dir Dein Leben seit 100 Jahren.“ Der Berliner verliert die Ruhe nicht? &#8220;Du siehst doch aus wie eine aus Biafra!&#8221;</p>
<p>Die Kräftige bestellt im Café Kranzler gleich drei Stück Kuchen, runiniert sich mit dem Kaffee das grüngepunktete Kleid, lacht und redet laut mit breitestem Berliner Akzent. Ihre feinsinnige Freundin sitzt beim Tee und schämt sich für die Lebenslust bei Ananas und Kirsche: &#8220;Watt is denn Biafra, Uschi?&#8221;</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/biafra-im-cafe-kranzler/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erinnerung an Franca Magnani</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/franca-magnani-in-der-liebe-nicht-verhungern/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/franca-magnani-in-der-liebe-nicht-verhungern/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 12:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehkorrespondentin]]></category>
		<category><![CDATA[Franca Magnani]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Italienische Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Römische Skizzen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Valdo Magnani]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=14875</guid>
		<description><![CDATA[Erinnerungen an Begegnungen mit Franca Magnani. Sie war die erste ARD-Fernsehkorrespondentin.Unvergessen bleiben bis heute die "Römischen Skizzen" der ARD und das Buch "Eine italienische Familie". Franca Magnani privat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kannten sie als Kinder. Sie stand im römischen Gewühl und regte sich darüber auf, dass die Italiener mit Kaugummis bezahlen müssten. Es herrschte Streik. Franca Magnani war die erste Auslandskorrespondentin der ARD.</p>
<p>Ich traf sie 1978 im Vatikan. 48 war sie, ich 17. Nervös lief ich am Pförtner vorbei. Die kleine schmale Frau hielt ich nicht für Franca Magnani aus der „Tagesschau“ und den „Römischen Skizzen“. Ich erwartete sie körperlich groß und präsent wie im Fernsehen. Doch eine bescheidene Frau wartete geduldig auf dem Sofa im Foyer des Radios. Das machte sie auf ihre Art noch größer.</p>
<h3>Heimweh</h3>
<p><img class="alignright size-full wp-image-14887" title="Erinnerungen" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/07/Erinnerungen.jpg" alt="Erinnerungen" width="166" height="195" />Beim späteren abendlichen Spaziergang durch Aachen fühlte sie sich auf dem Katschof im Schatten des Doms an Rom erinnert. In Köln freute sie sich über das entlegene Hotel im Stadtteil Marienburg. Am liebsten aber wollte sie an der belebten Nord-Süd-Fahrt Kölns, der Stadtautobahn, wohnen, wo es laut zuging. In Aachen verlangte sie entschieden „lauwarmes Wasser ohne Gas“. Der Kellner stutzte, als er Franca Magnanis Stimme hörte, in der die Melodien Italiens und der Schweiz mitschwangen. Erkannt hat er sie nicht.</p>
<p>Nachts auf der A4 zwischen Aachen und Köln schimpfte sie im starken Regen über Jugendliche, die sich schwarz ankleideten, schwarz färbten. Sie vermisste sonnige Lebenslust: &#8220;Komm´, fahr´ mich nach Italien!&#8221; Wir lachten. Am Mittag wären wir da gewesen. Doch trauten wir beide uns nicht, das Abenteuer der italienischen Reise von der A4 direkt auf uns zu nehmen. Spätestens am Brenner hätten wir uns wieder gefreut.</p>
<h3>Rom: Chaos und Wunder</h3>
<p>Als ihr Buch „Rom zwischen Chaos und Wunder“ erschien, habe ich verstanden, warum Franca Magnani das Chaos liebte.</p>
<p>Die Liebe aus Florenz erwischte mich 1989 dummerweise in Rom. Franca runtzelte die Stirn und wollte drängend wissen, worauf ich warte. Mama mia! Unversehens saß ich neben ihr im kleinen Fiat, wurde zur Stazione Termini gekarrt und in den Zug nach Firenze gesetzt. Auch das Liebste in der Toskana ließ mich nicht laufen.</p>
<p>In der hübsch gekachtelten Küche in der Nähe des Palazzo Senatorio am römischen Kapitol hatte ich zuvor einen Teller Pasta und ein „Avanti! Avanti!“ vorgesetzt bekommen, um nicht in der Liebe zu verhungern. Dort war es kühl. Sie lebte in der besten aller römischen Lagen durch eine glückliche Fügung in den Sechzigerjahren, bevor die römischen Immobilienpreise nicht nur in der Nähe des Forum Romanums ins Absurde gestiegen waren.</p>
<h3>Ziel nicht erreicht</h3>
<p>Sie selbst ist nicht mehr dazu gekommen, alle Bücher in ihrer großen Bibliothek zuhause zu katalogisieren, die ihr Mann Valdo Magnani hinterlassen hatte. Franca Magnani starb 1996 an Krebs. Im Deutschlandfunk durfte ich den Nachruf schreiben und sprechen. Aus den Büchern, die wir tauschten, fallen mir stets die vielen Zettel entgegen. Darauf steht, wo sie sei, was ich unbedingt lesen müsse, dass Peter Gays große Biografie über „Freud“ auf dem langen Weg von mir in Köln endlich bei ihr angekommen sei.</p>
<p>Für sie war die Erinnerung das, was zur italienischen Familie gehört.</p>
<h3>Franca Magnani und Ignazio Silone</h3>
<p>1989 saßen wir mittags in ihrer Wohnung und sprachen über das Geleitwort für ihr Buch &#8220;Eine italienische Familie&#8221;. Franca Magnani hatte Ignazio Silone gut gekannt: &#8220;Kann ich das nehmen?&#8221;, und las von dem Mann aus den Abruzzen vor: &#8220;Die Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend waren meine einzige Stärke, denn in ihnen lag die moralische und, ich würde sagen, auch religiöse Reserve, mit der ich den Widrigkeiten des Lebens begegnen konnte.&#8221;</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/franca-magnani-in-der-liebe-nicht-verhungern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Marlene Dietrich lebt auf Hawaii</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/marlene-dietrich-lebt-auf-hawaii/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/marlene-dietrich-lebt-auf-hawaii/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 00:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Bekanntheit]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Grab]]></category>
		<category><![CDATA[Hawaii]]></category>
		<category><![CDATA[Marlene Dietrich]]></category>
		<category><![CDATA[Stubenrauchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=14475</guid>
		<description><![CDATA[Wie bekannt Marlene Dietrich auf Hawaii ist, bewies in Berlin eine Gruppe von Studenten der University of Hawaii Manoa. Marlene Dietrich lebt auf Hawaii.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das zeigten in dieser Woche die 18 Studenten der Universität von Hawaii in Berlin. Marlene Dietrich ist 109 Jahre nach ihrer Geburt in Berlin-Schöneberg keine der vielen Schauspielerinnen, die kamen und gingen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-14478" title="Am Grab von Marlene Dietrich" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/07/Am-Grab-von-Marlene-Dietrich.jpg" alt="Am Grab von Marlene Dietrich" width="324" height="243" />Die Studenten kamen im eigenem, nicht in höherem Auftrag zum Friedhof Stubenrauchstraße. Vorbereitet worden auf diesen gemeinsamen Besuch des Grabes des „Blauen Engels“ waren sie nicht. Marlene Dietrich ist ein Denkmal.</p>
<h3>Am Ende des Stockes</h3>
<p>„Kennt jemand einen Film von Marlene Dietrich?“ Man darf doch mal fragen dürfen. Hawaii liegt von Berlin mehr als 12 000 Kilometer entfernt. Sticht man in den Boden, dachte ich als Kind, kommt die Spitze des Stockes auf der anderen Seite der Welt auf Hawaii heraus.</p>
<h3>A Foreign Affair</h3>
<p>Die jungen Damen und Herren verzogen keine Miene: „A Foreign Affair!“, „Angel“, „Around the world in 80 days!“.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/marlene-dietrich-lebt-auf-hawaii/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Osttimor und der Soldat Oliver</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/osttimor-und-der-soldat-oliver/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/osttimor-und-der-soldat-oliver/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 16:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Darwin]]></category>
		<category><![CDATA[Dili]]></category>
		<category><![CDATA[Ghostwriting]]></category>
		<category><![CDATA[Leibwächter]]></category>
		<category><![CDATA[Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver]]></category>
		<category><![CDATA[Osttimor]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Smuda]]></category>
		<category><![CDATA[Soldat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=14346</guid>
		<description><![CDATA[1999. Oliver gehörte zur australischen Armee und einen Tag lang zu mir. In der Dunkelheit der Nacht begrüßte er mich heroisch: „I am your conductor!“, also mein Leibwächter. Daran gab es vor dem Flug von Darwin nach Dili in Osttimor nichts auszusetzen. Eine internationale Schutztruppe sollte vor dem Eintreffen der offiziellen UN-Friedenstruppen die humänitäre Krise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1999. Oliver gehörte zur australischen Armee und einen Tag lang zu mir. In der Dunkelheit der Nacht begrüßte er mich heroisch: „I am your conductor!“, also mein Leibwächter. Daran gab es vor dem Flug von Darwin nach Dili in Osttimor nichts auszusetzen. Eine internationale Schutztruppe sollte vor dem Eintreffen der offiziellen UN-Friedenstruppen die humänitäre Krise im indonesischen Inselstaat lindern.</p>
<h3><img class="alignright size-medium wp-image-14348" title="Ost-Timor.Dili" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/06/Ost-Timor.Dili-295x300.jpg" alt="Ost-Timor.Dili" width="295" height="300" />Idylle</h3>
<p>Oliver ist 15 Jahre jünger, und damals war er ein entschiedener Soldat. Das reichte für mich als Hörfunkkorrespondent aus Australien nicht. Der Brandgeruch zog über den Marktplatz von Dili. Heiß brannte die Sonne. Geschwungene Hügel mit strahlend grünen Bäumen im deutschen Dezember täuschten Idylle mit Vogelgezwitscher vor.</p>
<h3>Durst in der Krise</h3>
<p>Oliver hatte nach der Ankunft mit seinem Durst zu kämpfen. Er entdeckte Kameraden. Die duschten am Flughafen nackt unter Fässern. Mein Beschützer verschwand freudig im Wasser. Ich stand verlegen herum. Er hatte die kugelsichere Weste auf halber Strecke auf den Boden geworfen.</p>
<h3>Sauberes Klo</h3>
<p>Doch der Soldat schwächelte nach Stunden. Er wünschte sich gequält eine saubere Toilette mitten im Krisengebiet. Da gab ihm das Rote Kreuz am Rande des Marktplatzes Inspiration. Oliver zog die beiden braunen Metallplatten vom Rücken und von der Brust, die mit Lederbändern über den Schultern gehalten wurden. Da lagen sie nun auf dem Boden. Mitten auf dem leeren Platz stach mir Mittagssonne heimtückisch strahlend ins Gesicht. Niemand war in der Nähe, um wenigstens mit dem Kopf zu schütteln.</p>
<p>Ich sollte schön auf dem Rucksack aufpassen und am besten gleich aufs Gewehr. Als mögliches Opfer von Scharfschützen oder Kidnappern stoppte ich mit dem Knie seinen Rucksack. Oliver war gewappnet. Die Verpflegung sollte ihm für eine Woche reichen. Der Rucksack war gewaltig groß.</p>
<h3>home again</h3>
<p>Verdutzt und das Gewehr mit der rechten Hand in Hüfthöhe nach vorn ordentlich auf den abgewetzten Beton richtend, wartete ich geduldig auf den Soldaten. Der tauchte nach 20 Minuten wieder auf.</p>
<p>Das Rote Kreuz war zweimal freundlich gewesen. Aus dem rechten Mundwinkel Olivers baumelte Petersilie. Oliver: „Ich bin müde, ich will nach Hause!“ Für quengelnde junge Leute braucht man unbedingt Geduld und eine Augenbraue zum Heben.</p>
<h3>Lebensgefährlich, aber glücklich</h3>
<p>Wir flogen heim und stürzten gegen die heiße Luft der Turbinen hinten auf die Rampe eines Flugzeuges, das nach acht Minuten in den Himmel schoss. Ich musste ohne ihn und mit einem anderen Conductor wiederkommen.</p>
<p>Oliver war lebensgefährlich, aber glücklich. Der andere am nächsten Tag nicht.</p>
<p><em><strong>Foto: </strong>google-Maps </em></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/osttimor-und-der-soldat-oliver/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Man(n) kauft´s Auto</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/13953/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/13953/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 18:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=13953</guid>
		<description><![CDATA[Da kauft einer im wilden Westen einen Gebrauchtwagen. Die Garage hat er, nicht aber die Breite. Die Ehefrau weint. Der Mann im kleinen Ort Texas schimpft wie ein Rohrspatz. Die Nachbarn lachen. Jedes technisches Detail hat er drei Wochen lang studiert. Unser Mann hat genau abgewogen. Er bricht die rechte Seite seiner Garage weg und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da kauft einer im wilden Westen einen Gebrauchtwagen. Die Garage hat er, nicht aber die Breite. Die Ehefrau weint. Der Mann im kleinen Ort Texas schimpft wie ein Rohrspatz. Die Nachbarn lachen. Jedes technisches Detail hat er drei Wochen lang studiert.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-14026" title="Klug gehandelt" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/06/Klug-gehandelt.jpg" alt="Klug gehandelt" width="112" height="179" />Unser Mann hat genau abgewogen. Er bricht die rechte Seite seiner Garage weg und hält den Rest entschieden mit seiner Hoffnung stabil. Er steht vor den Trümmern seines Stolzes. Es kann noch schlimmer kommen. Es haben 10 Zentimeter gefehlt, 10 Zentimeter!</p>
<p>Die Nachbarn sehen das anders: Er findet es keineswegs lustig, dass das Garagentor den Anhänger zerstört hat. Mit dem Automobil war der Anhänger gekoppelt worden. Rückwärts hat er ihn in der Garage eingeparkt. So war er auf seine Art mit dem Raum verbunden. Draußen vor dem Haus stehen nun Schuttcontainer. Hauptsache, das Auto ist heil.</p>
<p>Vielleicht werden ihm die Nachbarn helfen, vielleicht auch nicht. Spötter wird er auf seinem Grundstück auf jeden Fall nicht dulden. Er weiß, was zu tun ist. Das war schon immer so.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/13953/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die erste Liebe. Das frohe Herz.</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-erste-liebe-und-das-frohe-herz/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-erste-liebe-und-das-frohe-herz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 14:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=13884</guid>
		<description><![CDATA[Aus einer Schilderung: Claudia hatte sich 30 Jahre lang gefragt, was aus ihrer ersten Liebe geworden ist. Die erste Liebe bedeutete Aufregung, zum Himmel tragendes Gefühl und Aufbruch in den zweiten Teil des Lebens. Das Glück hatte mit 21 laut an die Tür geklopft. Liebe ist bedingungslos. Sie weiß: Wenn sie in schöne Augen schaut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus einer Schilderung: </em></p>
<p>Claudia hatte sich 30 Jahre lang gefragt, was aus ihrer ersten Liebe geworden ist. Die erste Liebe bedeutete Aufregung, zum Himmel tragendes Gefühl und Aufbruch in den zweiten Teil des Lebens. Das Glück hatte mit 21 laut an die Tür geklopft. Liebe ist bedingungslos. Sie weiß: Wenn sie in schöne Augen schaut, kann es um sie geschehen sein.</p>
<h3>Das geschundene Herz</h3>
<p>Darf man das Besondere relativieren? Als Claudia jetzt den Brief eines damals mit 40 hinter beängstigend jungen Dingern herlaufenden Ingenieurs bekam, hat sie endlich über ihre allergrößte Liebe laut gelacht. Es war vorbei und Claudias Herz froh. Sie erinnert sich gut. Teflonmentalität einst: &#8220;Freu´ Dich, wenn er Dich betrügt!&#8221; Wenn Klaus glücklich sei, müsse sie ihm das gönnen. Sie wäre sonst tatsächlich das, wofür Rainer sie hielt: ein missgünstiges Nichts.</p>
<p>Klaus fühlte sich frei. Er gab bei seinen Ausflügen den &#8220;Jungen mit den Ringelsöckchen&#8221;. Claudia bot er die Rolle der Basisbeziehung an. Sie weinte und blieb. Endlich verliebte sie sich in Freiburg. Der dumme Klaus wirkte wie gelähmt. Claudia studierte, entdeckte die Welt und sah mild zurück: &#8220;So ein Idiot!&#8221;</p>
<h3><img class="alignright size-full wp-image-13894" title="Die liebe Liebe" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/06/Die-liebe-Liebe.jpg" alt="Die liebe Liebe" width="221" height="166" />Der Blitzwürfel</h3>
<p>Claudia dachte: Die Geist des Ingenieurs hat immer noch die Stärke eines Blitzwürfels, mit dem Touristen vor dem digitalen Zeitalter nachts den ganzen Kölner Dom ablichten wollten. Er plant Müllkippen, Klaus Häuser.</p>
<p>Claudia hätte Böses über ihren Klaus nicht laut gesagt. Sie trug ihn mit echter Leuchtkraft im Herzen. Er war die erste Liebe.</p>
<h3>Sein bester Freund Rainer:</h3>
<p>„Jahrelang waren Klaus und ich die besten Freunde, und Nähkästchengespräche auch über Dich waren an der Tagesordnung. Zu grämen brauchst Du Dich nicht. Du warst, auch wenn das heute für Dich hart klingen mag, nicht Klaus´ Typ. Weder physisch noch psychisch.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass es für jeden von Euch beiden die erste Liebe war.“</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-erste-liebe-und-das-frohe-herz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Sofa der Nudel</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/das-sofa-der-nudel/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/das-sofa-der-nudel/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 07:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskollegen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Ghostwriting]]></category>
		<category><![CDATA[Kaisers]]></category>
		<category><![CDATA[Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesbeweise]]></category>
		<category><![CDATA[Nollendorfplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Smuda]]></category>
		<category><![CDATA[Sofa]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=13803</guid>
		<description><![CDATA[Mit freundlicher Genehmigung einer Berliner Autorin zur Erbauung: &#8220;Die lispelnde Nudel aus dem Allgäu war gerade in Portugal. Reisen kosten Geld. Deshalb fand Madame, dass die Arbeitskollegen ihr ein neues Sofa kaufen könnten. Etwas mehr als 1 500 Mark dürfte es deshalb kosten. Weiße Kissen sollte es haben. Der Rest musste aus hellbraunem Korbgeflecht bestehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit freundlicher Genehmigung einer Berliner Autorin zur Erbauung: </em></p>
<p>&#8220;Die lispelnde Nudel aus dem Allgäu war gerade in Portugal. Reisen kosten Geld. Deshalb fand Madame, dass die Arbeitskollegen ihr ein neues Sofa kaufen könnten. Etwas mehr als 1 500 Mark dürfte es deshalb kosten. Weiße Kissen sollte es haben. Der Rest musste aus hellbraunem Korbgeflecht bestehen. Neckermann machte mit dem hübschen Angebot mittlere Wünsche möglich.</p>
<h3><img class="alignright size-full wp-image-13809" title="Nudeleien" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/06/Nudeleien.jpg" alt="Nudeleien" width="224" height="257" />Hebebühne</h3>
<p>Nun muss man sagen, dass die Arbeitskollegen nicht wirklich schlicht waren. Sie pflegten ihre Eigenarten. Wer will sich darüber beklagen? Dazu gehörte die Bewunderung des Ziegenlachens der mittlerweile peinlich dicken Nudel. Sie ergriff zwar regelmäßig die Flucht, wenn Unbill drohte. Das Vergnügen an anonymen Briefen war ihr umso weniger zu nehmen.</p>
<h3>Grundversorgung</h3>
<p>Sie fand, niemand könnte das Ende aufhalten. Ihr Freund starb allein und einsam im Krankenhaus. Treue Mitbewohner mit ausgebliebener Mietzahlung durften binnen 72 Stunden trotz deren Not als Pleitiers sozial das Zeitliche segnen. Das Leben ist keine nur nach oben fahrende Hebebühne. Das hatte die Nudel nicht verstanden, mit ihrem Mitbewohner dennoch bei Bedarf geschlafen. Sonst war sie gut versorgt worden.</p>
<h3>Buchhalterinnen</h3>
<p>Auf Ursula-Erika aus der Buchhaltung konnte die Nudel zählen. Ursula-Erika entdeckte wundervolle Gefühlswelten, wenn sie bei Kaiser´s in Berlin am Nollendorfplatz stand und sich entscheiden musste: Bier oder Wein, Schnaps oder Likör? Liebesbeweise &#8230; Sie war nach innen gewachsen. Ihr Dünger war der Alkohol. Diese Pflanze streckte sich am Regal nach Licht. Fein zogen sich Äderchen über die Wangen.</p>
<h3>Füllhorn</h3>
<p>Die Begrüßung der Nudel werde ein Ereignis werden. Ursula-Erika sammelte Geld. Widerwille der Kollegen war asozial. Der wurde geahndet. Die Damen und Herren gaben, was sie konnten. Ursula-Erika griff zwar nicht in die Kasse der Kreuzberger Firma. Ihr eigenes Portemonnaie wurde zum Füllhorn der Nudel. Alles war prima. Für Kaiser´s reichte es für Ursula-Erika immer noch.</p>
<h3>Niemand durfte etwas wissen</h3>
<p>Die Nudel hatte vor der Reise nach Portugal das hübsche Sofa ausgesucht und den betrügerischen Auftrag erteilt. Eine später ohne die Nudel gänzlich glücklich Verstorbene durfte während der Nudelabwesenheit bei den zurückgebliebenen Kollegen für das schöne Sofa werbend schwadronieren. Ursula-Erika war also gut und wollte gesteuert das Gute: zwei Gläschen hier, aber ein Sitzmöbel dort für die Nudel. Es herrschte nudelverordnete Schweigepflicht vor allem gegenüber Ursula-Erika.</p>
<h3>Abteilung: schöner Leben</h3>
<p>Der ansonsten aufgedeckte Betrug an den bemühten Kollegen könnte heute weitere Begehrlichkeiten in Gefahr bringen: eine Einbauküche, ein neues Bett, das Abziehen der Dielen. Hübsche Amerikareisen nach New York, Boston, San Francisco und Las Vegas hatte die Nudel bereits anderswo schamlos ergattert.&#8221;</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/das-sofa-der-nudel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Garstige Freundinnen</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/freundinnen-furs-leben/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/freundinnen-furs-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 15:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=13751</guid>
		<description><![CDATA[Mit freundlicher Genehmigung der österreichischen Autorin, die ihre langjährige Freundin beschreibt. &#8220;Johanna war sieben Jahre alt. Sie war nicht die Hübscheste, fürs Leben aber die beste Freundin geworden. Johanna trug eine große Brille. Die dicken Gläser standen in dem wuchtigen Horngestell. Johanna hatte einen kleinen Höcker auf der Nase. Der fiel viel weniger auf als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit freundlicher Genehmigung der österreichischen Autorin, die ihre langjährige Freundin beschreibt. </em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-13758" title="Freundin Johanna Buch" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/06/Freundin-Johanna-Buch.jpg" alt="Freundin Johanna Buch" width="194" height="258" />&#8220;Johanna war sieben Jahre alt. Sie war nicht die Hübscheste, fürs Leben aber die beste Freundin geworden.</p>
<p>Johanna trug eine große Brille. Die dicken Gläser standen in dem wuchtigen Horngestell. Johanna hatte einen kleinen Höcker auf der Nase. Der fiel viel weniger auf als die großen Zähne, die wegen des hervorstehenden Gebisses aus dem Mund zu fallen drohten.</p>
<p>Vielleicht waren deshalb ihre dunkelblonden Haare lang wie ein Vorhang. Sie ging aufrecht. Wegen der Schlaghosen lief sie stolz und breitbeinig zur Schule. Dort habe ich Johanna an meinem ersten Schultag kennengelernt. Johanna war wie ein Junge.</p>
<p>Ihr Lachen war nicht nur laut. Es war so schrill wie die Pausenglocke.&#8221;</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/freundinnen-furs-leben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grütze Sie wohl! Vico Torriani!</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/grutze-sie-wohl/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/grutze-sie-wohl/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 18:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Aargau]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Koch]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Torriani]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=13627</guid>
		<description><![CDATA[Kanton Aargau, 12. Juni 2010, Dialog zweier Schweizer Damen auf einem Bauernhof: „Hören Sie mir auf mit dem Vico Torriani. Wenn der singt, beruhigt der Hund sich nicht!“ - „Abaa, Vico Torriani war Koch, oder?“ „Im Winter schiint d´ Sunne, im Summer do schneits I dr Schwiiz, i dr Schwiiz, in der Schweiz.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignright size-full wp-image-13628" title="Schweiz" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/06/Schweiz.jpg" alt="Schweiz" width="221" height="166" />Kanton Aargau, 12. Juni 2010, Dialog zweier Schweizer Damen auf einem Bauernhof: </em></p>
<p><em></em>„Hören Sie mir auf mit dem Vico Torriani. Wenn der singt, beruhigt der Hund sich nicht!“ -</p>
<p>„Abaa, Vico Torriani war Koch, oder?“</p>
<p><em>„Im Winter schiint d´ Sunne, im Summer do schneits<br />
I dr Schwiiz, i dr Schwiiz, in der Schweiz.“</em></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/grutze-sie-wohl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brief. Schreiben Sie Ihr Buch!</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/dringende-ermutigung-schreiben-sie/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/dringende-ermutigung-schreiben-sie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 14:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Ghostwriting]]></category>
		<category><![CDATA[Kriterien]]></category>
		<category><![CDATA[Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Smuda]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=13430</guid>
		<description><![CDATA[Skizzen auf vier Seiten Papier. Das Leben in Stichworten und die wichtigste aller Fragen: Wird mein Leben einen Fremden interessieren? Warum sollte ich das Buch schreiben? Dennoch gibt es nichts, was sie lieber täte als das. Das ist die Antwort auf die Anfrage beim Lektor. Diese Ermutigung richtet sich ebenso an andere Autoren. Daher habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Skizzen auf vier Seiten Papier. Das Leben in Stichworten und die wichtigste aller Fragen: Wird mein Leben einen Fremden interessieren? Warum sollte ich das Buch schreiben? Dennoch gibt es nichts, was sie lieber täte als das. Das ist die Antwort auf die Anfrage beim Lektor. Diese Ermutigung richtet sich ebenso an andere Autoren. Daher habe ich mich entschlossen, die Ausführungen zu veröffentlichen:</p>
<p><strong>Berlin, am 21. Mai 2010</strong></p>
<p>&#8220;Sehr geehrte Frau ..,</p>
<p>nun sind ein paar Stunden mehr vergangen als gedacht.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-13431" title="Zeit" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/05/Zeit.jpg" alt="Zeit" width="293" height="277" />Zunächst zu Ihrem Ansinnen. Sie machen etwas sehr Vernünftiges. Sie stellen die Frage, die die meisten Autoren nicht stellen: Wer will das lesen? Mögen Sie die Art, wie ich Ihnen angesichts der Skizze antworte, nicht als roh betrachten.</p>
<h3>Sehnsucht und Angst</h3>
<p>Wer will das lesen? Diese Frage ist wichtig. Im Moment gibt es rund 8 Milliarden Menschen auf der Welt. Jeder von ihnen hat Geschichten. Jede Geschichte ist wertvoll.</p>
<p>Also: Wer kann das alles lesen?</p>
<p>Man sollte nicht schreiben, damit andere mich bewundern wie einen Helden. Der Leser sollte verstehen, mitfühlen oder vergleichen können.</p>
<h3>Geschenk</h3>
<p>Ich schreibe ein Buch, um andere zu bereichern. Diese Bereicherung erfolgt durch den Leser selbst. Mit meiner Art des Schreibens nehme ich sie über viele Seiten mit ins Detail. In einem Buch steckt mein Geist. Er trägt ein Kleid: die erzählte Geschichte.</p>
<p>Ich liebe Autoren, die mit Humor auf ihr Leben zurückschauen. Ich achte Autoren, die mutig sagen, dass alles hätte besser kommen können. Wenn man nicht den Drang hat, auf einer Bühne zu stehen, um mit seinem Leid und mit seiner Freude am Ende zu werben, dann ist man ein guter Autor.</p>
<p>Man agiert während des Schreibens aus dem Inneren. Es entstehen ehrliche Texte, die ihren Weg finden. Geschichten schreibt man einsam und mit jedem Satz hadernd. Das gilt sogar für Heiteres. Man muss die Geschichte erzählen können. Sie allein reicht nicht aus.</p>
<p>Die Plagerei steht vor der Anerkennung. Spaß schadet nicht beim Schreiben. Das Schicksal des allermeisten Geschriebenen ist das Nichtgelesenwerden.</p>
<h3>Exemplarisch schreiben</h3>
<p>Wenn ich lese, wie es anderen geht, mache ich mir und meiner engen Umgebung Mut. Ein Buch muss also die Axt sein in dem gefrorenen Meer in uns, wie Franz Kafka schrieb. Diese Axt befindet sich in jedem guten Buch.</p>
<p>Ich bin dagegen, etwas zu schönen. Das Schicksal eines Menschen eignet sich nicht für den Jahrmarkt. Brutalität hat Sie durchs Leben gejagt. Das Schicksal gewinnt immer. Es kann ein Freund sein oder ein Feind. Es hat viele Gesichter.</p>
<p>Im Verlaufe des Schreibens wird man ein Gefühl dafür entwickeln müssen, welche Elemente wo am besten wirken. Distanz ist eine gute Ratgeberin. Es wird Ihnen leichter fallen zu erkennen, dass das scheinbar wichtige Detail einem Buch eine andere Richtung geben kann.</p>
<h3>Bescheiden</h3>
<p>Erinnern Sie sich an “Herbstmilch” von Anna Wimschneider, die in ihrer Biografie bayerisches Leben in Armut, Not und mit Mut beschrieben hat? Sie hat eine Geschichte erzählt, die viele andere Menschen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erzählen können.</p>
<p>Nicht klagend, nicht heldenhaft, sondern bescheiden und nüchtern hat sie erzählt, was alles war. Da ist die Rede vom Wäscheaufhängen unter Tränen. Mancher würde sich schämen, Intimes zu erzählen. Sie hat es gemacht. Ihr Buch wurde ein Bestseller. Sie hat etwas Wichtigeres geschaffen: Frau Wimschneider ist seit 17 Jahren tot. Sie lebt immer noch in meinem Kopf, obwohl ich mit meinen 49 einer anderen Generation angehöre. Ich wäre ihr sicher nie begegnet. Sie lebt in mir weiter. Sie ist ein Teil meiner Geschichte der Menschheit, wenn ich Gesichter brauche.</p>
<h3>Markt</h3>
<p>Ihr Anliegen ist interessant. Glück und Frieden nach der Adoption. Mit Stabilität auf der Suche nach den Wurzeln. Man tritt auf eine Mine. Plötzlich sind ungeplante und ungeahnte Dinge ausgelöst worden, die einen umwerfen und umbringen können.</p>
<p>Versuchen Sie, die Geschichte so zu erzählen, dass man Ihnen vom Anfang bis zum Ende Aufmerksamkeit schenkt. Qualität findet Verlage. Die Darstellung des Alltages großbürgerlicher Familien wurden zu Welterfolgen. Eine Geschichte bleibt klein, wenn der Autor nicht den Mut hat, sie mit all seinen Möglichkeiten zu erzählen.</p>
<p>Entweder riskiert man nichts und stirbt vorzeitig weiter lebend. Oder man riskiert etwas und glaubt, daran sterben zu müssen.</p>
<p>Ich ermuntere Sie, Ihr Buch zu schreiben.</p>
<p>Ihr<br />
Karl-Heinz Smuda</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/dringende-ermutigung-schreiben-sie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Trauer hat viele Gesichter</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/und-der-zukunft-zugewandt/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/und-der-zukunft-zugewandt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 May 2010 15:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Dürwiß]]></category>
		<category><![CDATA[Eschweiler]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Ghostwriting]]></category>
		<category><![CDATA[Gipsbett]]></category>
		<category><![CDATA[Gottvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Kneipen]]></category>
		<category><![CDATA[Lektor]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Musike]]></category>
		<category><![CDATA[Rixdorf]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Skuriles]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=12166</guid>
		<description><![CDATA[In Rixdorf ist Musike &#8230; Als wir Jungs damals in Eschweiler-Dürwiß partout nicht diesen Gurkensalat essen wollten, blieb Mutter Cornelia S. pädagogisch entschieden. So vergingen der Nachmittag und der Abend und endlich auch der Gurkensalat. Über dem Küchentisch mit der abwaschbaren Tischdecke prangte der Heiland mit dem Sinnspruch: „Immer wenn Du denkst, es geht nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Rixdorf ist Musike &#8230; </strong></p>
<p>Als wir Jungs damals in Eschweiler-Dürwiß partout nicht diesen Gurkensalat essen wollten, blieb Mutter Cornelia S. pädagogisch entschieden. So vergingen der Nachmittag und der Abend und endlich auch der Gurkensalat. Über dem Küchentisch mit der abwaschbaren Tischdecke prangte der Heiland mit dem Sinnspruch: „Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!“</p>
<h3>Gottvertrauen</h3>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-12167" title="Mitgefühl" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/05/Mitgefühl-225x300.jpg" alt="Mitgefühl" width="158" height="210" />Wir drei Kinder haben den Kampf gegen Mutters Willen mit trotziger Entschiedenheit quittiert: Wir konnten widerstehen.</p>
<p>Einige Jahrzehnte später sitzt dieser Mann seit ewigen drei Tagen in Berlin an der Theke der Kneipe und ist ebenso lange Witwer. Beatrice hat nichts dagegen, wenn man sie eine Büronudel nennt. Lieblingskollege Micha sagt über Beatrice: Erzählt man ihr vom Tod der eigenen Mutter, wird Beatrice ein Angebot des MEDIA-Marktes preisen. Sie ist das Licht am Ende des Tunnels, wenn Du glaubst, es geht nicht mehr.</p>
<h3>Wärme</h3>
<p>Der Mann neben ihr wurde 1964 geboren. Morgen, am Freitag und am Samstag werde er andere Frauen treffen. Es müsse weitergehen. Die Beerdigung der Anvertrauten finde übernächste Woche statt. Die Schwiegermutter liegt im Gipsbett.</p>
<p>Verzweiflung hat viele Gesichter. Eins ist das des Ertragens.</p>
<h3>Leere</h3>
<p>Beatrice befindet sich nicht in der Reihe der Optionen für die kommenden Tage, die Wärme spenden sollen. Ihr laufen die Männer zu schnell weg. Der Mann murmelt tränenerstickt. Er will nicht mehr reden, schon gar nicht über Frauen. Das Portemonnaie des Mannes ist auch noch leer wie das Herz.</p>
<p>Beatrice bestellt vergnügt zwei Bier und zeigt den runden Buckel eines Stubentigers vor dem Sprung, nicht der Abwehr: „Und? Wie habt Ihr Euch kennengelernt?“</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/und-der-zukunft-zugewandt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bewerbung bei La Mitrailleuse</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/bewerbung-bei-la-mitrailleuse/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/bewerbung-bei-la-mitrailleuse/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 May 2010 10:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbungsgespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lektoren]]></category>
		<category><![CDATA[LR]]></category>
		<category><![CDATA[Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Schöneberg]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Smuda]]></category>
		<category><![CDATA[Straßencafé]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=12115</guid>
		<description><![CDATA[Straßencafé, Viktoria-Luise-Platz, 10777 Berlin-Schöneberg: Der arme junge Mann hatte sich schick gemacht. Das hellblaue Hemd wirkte neu. Doch die schwarze, glänzende Hose stammte aus einer Zeit, in der das Übergewicht erfolgreich überwunden wurde. Da saß er in Berlin-Schöneberg dem dynamischen Aktionisten gegenüber. Die Mai-Sonne machte glücklich und zufrieden. Die Gesichter wollten die Wärme aufsaugen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Straßencafé, Viktoria-Luise-Platz, 10777 Berlin-Schöneberg:<br />
</strong><br />
Der arme junge Mann hatte sich schick gemacht. Das hellblaue Hemd wirkte neu. Doch die schwarze, glänzende Hose stammte aus einer Zeit, in der das Übergewicht erfolgreich überwunden wurde. Da saß er in Berlin-Schöneberg dem dynamischen Aktionisten gegenüber. Die Mai-Sonne machte glücklich und zufrieden. Die Gesichter wollten die Wärme aufsaugen, um sie in den kleinen Zeh zu drängen.</p>
<h3>Leidenschaft</h3>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-12149" title="Tag der Arbeit" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/05/Tag-der-Arbeit-300x225.jpg" alt="Tag der Arbeit" width="218" height="164" />Die Autos waren akkurat geparkt, mit der Schnauze zur Wand. Da stand schwach der schwarze Kleinwagen mit den zwei weißen Buchstaben auf den Türen, die sich gedanklich am Nebentisch so durchspielen ließen: Leidenschaft und Reinheit.</p>
<p>Abgesehen davon, dass die Leidenschaft den Bewerber im Blick hatte, machte sie ihm durch reine Pausenlosigkeit klar, dass sie sich für den Bewerber nicht interessiere: „Mit welchen Erwartungen bist Du zu diesem Bewerbungsgespräch gekommen?“ Die Stimme der Leidenschaft klang wie Blech. Ihr Gesicht war faltenlos. Morgen für Morgen renne sie im Kreis durch den Volkspark. Sie kenne ihr Ziel!</p>
<h3>La Mitrailleuse</h3>
<p>Ruthlein würde sich an ihre unermüdlich redende Bekannte in Frankreichs Süden bei Perpignan errinnern, die sie „Madame Maschinengewehr“ nennt, „La Mitrailleuse“.</p>
<h3>Claudia hat ein Team</h3>
<p>Nun erfuhr der Gebügelte, dass es noch andere gäbe, die mehr auf dem „Kasten“ hätten als die Leidenschaft. Der Gebügelte werde für eine Provision arbeiten dürfen, damit das drittklassige Parfum in diesem Sommer erstklassig durch die sonnige Stadt Berlin getragen wird. Die große Mission hat ihren Wert, der sich nicht mit dem Gedanken an den Mindestlohn vertrage. Diese Art von Wollust ward dem Wurm gegeben. Der Kleine werde Duftmarken setzen können, obwohl Claudia und ihr Team im vergangenen Jahr bereits 1 880 Punkte gemacht hätten.</p>
<h3>Der Steuermann hält die Wacht</h3>
<p>Der Leidenschaftliche sei Steuermann und halte die Wacht. Trotzdem werde der matte Junge Schwimmflügel tragen, die Claudia längst nicht mehr brauche. Zudem treibe man in flachen Gewässern. Der Hoffnungsvolle erbebt da endlich kehlig: &#8220;Halt´ doch ´mal die Klappe!&#8221; Es fehlt der Applaus der Großstadt.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/bewerbung-bei-la-mitrailleuse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Karneval am Roten Meer</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/karneval-am-roten-meer/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/karneval-am-roten-meer/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 07:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Frühwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Lektor]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=12072</guid>
		<description><![CDATA[Erfolgreicher Autor spricht mit einem Leser  (Telefongespräch: Bonn/ Berlin): &#8220;Sie schreiben Bücher?&#8221; &#8220;Ach ja. Seit ewigen Zeiten schon. &#8211; Wie fanden Sie denn mein Kapitel in der Bibel, in dem das Meer geteilt wurde? Ich habe kurz überlegt, ob man da noch eine Bonner Karnevalsgesellschaft heiter aus Ägypten ziehen lassen sollte.&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erfolgreicher Autor spricht mit einem Leser  (Telefongespräch: Bonn/ Berlin): </strong></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-12082" title="Rotes Meer" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/04/Rotes-Meer-225x300.jpg" alt="Rotes Meer" width="108" height="144" />&#8220;Sie schreiben Bücher?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ach ja. Seit ewigen Zeiten schon. &#8211; Wie fanden Sie denn mein Kapitel in der Bibel, in dem das Meer geteilt wurde? Ich habe kurz überlegt, ob man da noch eine Bonner Karnevalsgesellschaft heiter aus Ägypten ziehen lassen sollte.&#8221;</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/karneval-am-roten-meer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Liebesbriefe in Berlin</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-liebesbrief-und-der-satellit/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-liebesbrief-und-der-satellit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=11510</guid>
		<description><![CDATA[Studienrätin und 44. Da lag in Berlin-Wilmersdorf diese Liebeserklärung von Thorben, 32, in Elkes Briefkasten. Verschämt hatte er sie eingeworfen. Sie eilte noch am selben Nachmittag und geradezu entrüstet zum Postamt in der Uhlandstraße. Von wegen: &#8220;Es war in Schöneberg und im Monat Mai!&#8221; Elke pflegte weiterhin ihr Image als sozial Sensible. Sapienti sat est* [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-11511" title="Hahn" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/04/Hahn-150x150.jpg" alt="Hahn" width="105" height="105" />Studienrätin und 44. Da lag in Berlin-Wilmersdorf diese Liebeserklärung von Thorben, 32, in Elkes Briefkasten. Verschämt hatte er sie eingeworfen. Sie eilte noch am selben Nachmittag und geradezu entrüstet zum Postamt in der Uhlandstraße. Von wegen: &#8220;Es war in Schöneberg und im Monat Mai!&#8221; Elke pflegte weiterhin ihr Image als sozial Sensible.</p>
<h3>Sapienti sat est*</h3>
<p><em>&#8220;Ach ja … Ich suche keine Liebe. Kerle passen da nicht hinein, es sei denn, mich treffen mindestens ein Satellit, der vom Himmel fällt, ein LKW, der von der Straße abkommt, oder ein Herr, der mir atemlos zuhören kann (mit allem rechne ich nicht). Elke&#8221;</em></p>
<p><em>*Inschrift an der Universität Oxford: Weisheit ist Glück<em></em></em></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/die-liebesbrief-und-der-satellit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Erfinder der indirekten Beleuchtung</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/der-erfinder-der-indirekten-beleuchtung/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/der-erfinder-der-indirekten-beleuchtung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 17:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=11218</guid>
		<description><![CDATA[Erinnerung an 1984: Von den Illustriertenfotos hatte Jens-Uwe Tesafilm gerissen. Er galt als guter Designer. Immerhin hatte ihm keiner widersprochen. Dass ihm, wie er sagte, nicht an der Wiege gesungen war, eines Tages arbeiten zu müssen, erzeugte tiefes Verständnis. Am liebsten trug er Jackets von Hermes und öffnete nicht die Tür, wenn der Vermieter wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erinnerung</strong> <strong>an 1984</strong>:</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-11224" title="Jens-Uwe und die Indirekte Beleuchtung" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/03/Jens-Uwe-1024x768-300x215.jpg" alt="Der Erfinder der indirekten Beleuchtung" width="180" height="129" />Von den Illustriertenfotos hatte Jens-Uwe Tesafilm gerissen. Er galt als guter Designer. Immerhin hatte ihm keiner widersprochen. Dass ihm, wie er sagte, nicht an der Wiege gesungen war, eines Tages arbeiten zu müssen, erzeugte tiefes Verständnis. Am liebsten trug er Jackets von Hermes und öffnete nicht die Tür, wenn der Vermieter wegen der ausgebliebenen Miete sturmklingelte.</p>
<h3>Vermieter retten</h3>
<p>Jens-Uwe war ohnehin der Meinung, dass ein Mensch nur durch eine hohe gesellschaftliche Stellung Bedeutung erlangen kann. Bei ihm selbst erzeugte, wenn er sprach, die Sonne nur einen Rotstich, von dem die dichten blonden Haare und die makellosen Zähne nicht ablenken konnten. In der Rangordnung stand der Vermieter also unten: Geld würde der mit flotten Weibern und im Suff durchbringen, gleichzeitig sogar!</p>
<p>Jens-Uwe, ein erhellender Student aus Gelsenkirchen-Buer, wusste Bescheid.</p>
<h3>Indirekte Beleuchtung</h3>
<p>Wir lernten mit der Zeit noch, dass Jens-Uwes Vater immerhin der Erfinder der indirekten Beleuchtung sei. Das hatten wir schon vermutet, ausgerechnet nicht während der Waldspaziergänge mit ihm.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/der-erfinder-der-indirekten-beleuchtung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Tod lauerte bei EDEKA</title>
		<link>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/tod-bei-edeka/</link>
		<comments>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/tod-bei-edeka/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 05:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Smuda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Petitessen]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Borchert]]></category>
		<category><![CDATA[EDEKA]]></category>
		<category><![CDATA[Friedenau]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kunden]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Schischyphusch]]></category>
		<category><![CDATA[Tod bei EDEKA]]></category>
		<category><![CDATA[Verkäufer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.smuda-berlin.de/?p=10774</guid>
		<description><![CDATA[Als diese Frau hier hinten in Friedenau energisch nach dem Verkäufer ruft, riecht das nach bedingungsloser Unterordnung. Hier sagt nicht nur EDEKA, der Kunde ist König. Andere schleichen vorbei. Apfel! Der leckere Joghurt mit dem Apfelgeschmack sei ihr Plaisir. Der Verkäufer steht stumm und stramm da. Nun habe die Dame wöchentlich mehr als einmal ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als diese Frau hier hinten in Friedenau energisch nach dem Verkäufer ruft, riecht das nach bedingungsloser Unterordnung. Hier sagt nicht nur EDEKA, der Kunde ist König. Andere schleichen vorbei.</p>
<h3>Apfel!</h3>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-10868" title="Karl-Heinz Smuda" src="http://www.smuda-berlin.de/wp-content/uploads/2010/03/Karl-Heinz-Smuda-1600x1200-300x225.jpg" alt="Karl-Heinz Smuda" width="190" height="142" />Der leckere Joghurt mit dem Apfelgeschmack sei ihr Plaisir. Der Verkäufer steht stumm und stramm da. Nun habe die Dame wöchentlich mehr als einmal ins Regal gegriffen. Immer suche sie nach dem richtigen Geschmack. Dass „Ehrmann“ seinen festen Platz habe, sei ihr klar. Doch jedes Mal müsse sie Aufschriften auf den Joghurts lesen, die sie gar nicht interessierten: Erdbeere, Kirsche, Pfirsich. Was soll das?</p>
<h3>Apfel!</h3>
<p>„Apfel!“ -  Die ohnehin hängenden Mundwinkel senken sich tiefer, tiefer: „Apfel!“ Diese Frau hat manchen Krieg gewonnen. Das ist dem armen Verkäufer klar. Aschfahl ist das schulterlang gebürstete Haar der Berlinerin, grau das Gesicht des Mannes mit seinem weißen Kittel. Doch die Uniform unterscheidet sich sehr wohl noch von seiner Gesichtsfarbe.</p>
<h3>Apfel!</h3>
<p>Fortan wünsche die Frau Ordnung, eine eigene Ecke im langen Kühlsystem zwischen Quark und Joghurt. 2 Euro pro Woche, die sie für den wunderbarsten aller Joghurts ausgebe, ihre Leidenschaft und Treue: Das alles schreie nach Sonderbehandlung, nach einer eigenen Ecke in der schneeweißen Auslage, die sich Meter um Meter entlangzieht.</p>
<p>Doch ihre &#8220;Ehrmanns&#8221; sollen fortan, ohne Verzögerung und Einschränkung, für alle anderen Kunden zum gekühlten Todesurteil werden, von dem man hier bei EDEKA im Westen Berlins fortan besser die Finger lässt. Hier geht es um Joghurt, hier wird notfalls für ihn gemordet.</p>
<h3>Apfel!</h3>
<p>Es ist wie bei <em>Schischyphusch oder der Kellner meines Onkels</em> von Borchert. Der Verkäufer hat Kraft gesammelt, abgewogen, gezögert, verworfen. Dann aber, ja endlich, sagt er das Unglaubliche: „Glauben Sie, Sie sind allein auf der Welt?“</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.smuda-berlin.de/berlin-privat/tod-bei-edeka/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

