21.01.2019

Manuskriptprüfung: nützliche Ratschläge vom Lektor für den Feinschliff

 

Die Manuskriptprüfung bringt Autorinnen und Autoren die ehrliche Meinung, die sie wünschen. Was immer in einem Manuskript steht: Es ist das Abbild dessen, wie Menschen denken und fühlen, welche Mühe sie sich gegeben haben, welche Fertigkeiten sie einbringen.

Die Manuskriptprüfung hilft beim Weiterschreiben. Familienmitglieder und Freunde sind wohlmeinend. Die Manuskriptprüfung befasst sich nicht nur mit dem Stil, mit der Rechtschreibung, sondern auch mit den Inhalten, mit verpassten Chancen, was Beschreibungen angeht, ebenso mit Gewichtungen, den Übergängen, dem Einstieg, der interessant sein muss. Jedes Manuskript entwickelt sich. Der Leser soll von Anfang an wissen, warum ihm daran gelegen sein muss, diese Entwicklung zu verfolgen.

Das gute Schreiben ist das Handwerk eines Profis. Wenn der Stoff gut ist, dann muss das ebenso für die Form und die Hilfe gelten. Deshalb biete ich die Manuskriptberatung bzw. die Manuskriptprüfung an. Die Kommunikation kann ausnahmsweise auch auf dem Postweg erfolgen, weil ich keine Korrekturen vorzunehmen habe. Das ist eine andere Aufgabe.

Im Lektorat achte ich hingegen auf den einnehmenden Stil und auf die Rechtschreibung, auf inhaltliche Probleme. Als Ghostwriter im Rahmen von „Lektorat PLUS“ kümmere ich mich dezent um neue Übergänge und um Vertiefungen.

Oft ist allerdings einzig die Meinung gefragt, weil Autoren noch genug Kraft haben, den Feinschliff selbst vorzunehmen.

Das Ziel ist es, den Autorinnen und Autoren die Möglichkeit zu geben, Korrekturen selbst vorzunehmen. Indessen bedeutet die Manuskriptprüfung auch Bestätigung, dass sich die Mühe gelohnt hat. Sie muss jedoch auch deutlich machen, welche Schwächen ein Manuskript ausweist. Besonders gern bearbeite ich die Manuskripte von Romanen und von potenziellen Kinderbüchern.

Roh formuliert ist die Beurteilung nicht. Sie muss anerkennend und hilfreich sein. Dafür gebe ich mir sehr viel Mühe. Zuweilen benötige ich einen Arbeitstag, um überlassene Kapitel mehrfach zu lesen und gegliedert Hinweise zu geben, was besser werden kann. Es obliegt dem Autor bzw. der Autorin selbst zu entscheiden, ob sie folgen wollen. Aus der zweiten Meinung entsteht eine neue.

Diese Manuskriptprüfung führt regelmäßig dazu, dass korrigierte Manuskripte noch einmal zu mir kommen, um gemachte Änderungen zu beurteilen. Daraus ergibt sich regelmäßig ein schöner Arbeitsprozess zwischen mir, dem Lektor, und dem Autor bzw. der Autorin.

Jeder Dialog erschließt Sinn. Es ist oft so, dass zum Beispiel die Rechtschreibung auffallend fehlerhaft ist. Wer um die Manuskriptberatung bzw. Manuskriptprüfung bittet, muss bereit sein, Kritik anzunehmen. Doch die Tonlage ist entscheidend, ob Autorinnen/Autoren meine Ratschläge akzeptieren wollen. Wir blicken gemeinsam auf ein Werkstück, das stärker glänzen soll. So kann man Manuskripte betrachten, auch wenn dahinter ein einfühlsamer Mensch steht, der seine ganze Leidenschaft schriftlich abgebildet hat.

Später gibt es womöglich Rezensionen. Wenn vor der Weitergabe an Verlage oder vor der Veröffentlichung als E-Book gefeilt wird, auf die formale Qualität geachtet wird, erhöhen sich die Chancen, dass das Werk besondere Beachtung findet. Die ungenügende Form kann durchaus abschrecken. Lassen Sie uns also das notwendige Gespräch führen. Ich bin gern für Sie da.

Für diese Arbeit berechne ich pro Normseite 3 Euro. Am Umfang der Beurteilung, die schriftlich erfolgt, ändert sich nichts: Sie liegt oft bei 10 bis 20 Normseiten. Es ist der Ratschlag, der hilft, oft Ermunterung gibt. Denn Autoren sind einsam, dünnhäutig und brauchen mehr als lobende Worte.

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