19.03.2019

Berliner Mentalitäten nach Bezirken

 

Berliner Mentalitäten, wenn man zum Essen einlädt und als Westler irgendwo im Berliner Osten wohnt:

Mit besonderem Dank an Joshua Thomson (Foto)*

Mit besonderem Dank an Joshua Thomson (Foto)

Friedrichshain:

„Vielen, vielen Dank. Supergeil. Komme gerne, aber muss um 22 Uhr weg. Party! Karaoke!“

Prenzlauer Berg:

„Ja. Ich bringe die Kinder mit. Denk´ daran, dass Torben und Mireille kein Fleisch essen und bei Euch etwas Auslauf brauchen. Die machen aber nichts kaputt.“

Charlottenburg:

„Gibt es bei Euch einen bewachten Parkplatz in der Nähe?“

Wilmersdorf:

„Freue mich. Mutter fährt am Nachmittag endlich ab. Komme am besten direkt zu Euch. Ich bringe den Prosecco mit.“

Kreuzberg:

„Habt Ihr noch was zum Rauchen da? Müsstet Euch beteiligen. Habe keine Kohle mehr.“

Tempelhof:

„Geht es etwas früher? Das wird uns sonst zu spät.“

Schöneberg:

„Sei uns nicht böse, aber wir haben uns geschworen, niemals in die Zone zu fahren.“

Wedding:

„Was willst Du?“

Neukölln:

„Wollen nicht laufen. Am 31. zahlt das Amt. Lieber dann erst bei Euch. Geht nicht anders. Oder könnt Ihr uns abholen?“

Mitte:

„Tut uns sehr leid. Haben selbst liebe Gäste aus Bonn.“

Zehlendorf:

„Was gibt es Leckeres? Habe ich Dir erzählt, dass uns der Partyservice gestern Abend enttäuscht hat?“

Steglitz:

„Nehmen den Bus direkt zum Walter-Schreiber-Platz, die U9 und steigen am Bundesplatz in die S 46 um. Das kleine Stück zu Euch laufen wir dann noch. Kein Problem. Aber wir sind pünktlich da.“

Spandau:

„Haben uns lange nicht mehr getroffen. Ganze Ecke. Können wir bei Euch übernachten?“

Lichtenberg:

„Das habt Ihr Euch wohl so gedacht, was? Dreckswessis!“

Marzahn:

„Ihr könntet endlich auch mal zu uns kommen!“

Hellersdorf:

„Sind schon bei Mandy und Maik acht Stockwerke tiefer eingeladen.“

Reinickendorf:

„Kommen gern. Habt Ihr vielleicht noch ein paar Glühbirnen? Die sind so rar geworden. Wir bräuchten so fünf, sechs Stück. 60 Watt? Habt Ihr? Danke jetzt schon für alles!“