17.09.2019

Biografie schreiben, Dramaturgie entwickeln

 

Wie schreibt Mann oder Frau seine oder ihre Biografie? Vor allem geht es darum, Erinnerungen zu teilen. Deshalb werden sehr viele private Biografien geschrieben. Für den Lektor bedeutet das, dass er einerseits einen tiefen Einblick in das Leben anderer Menschen erhält. Andererseits muss er darauf bedacht sein, Autorinnen und Autoren zu schützen. Es ist professionell, bodenständig und sorgsam mit den Menschen umzugehen, die ihr Leben beschreiben.

Zuweilen ändert eine einzige Formulierung das gesamte Bild, das anders entstehen soll. Wer eine Biografie schreibt, ist sehr oft unerfahren, wenn es darum geht, mutig und gleichzeitig diskret zu sein. Es müssen Geschichten erzählt, jedoch auch Rücksichten genommen werden. Persönlichkeitsrechte könnten betroffen sein. Dennoch lohnt sich das Schreiben einer Biografie dann, wenn sie formal ansprechend geschrieben ist. Das chronologische Denken ist eher hinderlich. In meiner Arbeitspraxis beginnen eine Reihe von Manuskripten mit dem Hinweis auf den Geburtstag und das Geburtsjahr. Autorinnen und Autoren sollten ihre Leser sogleich gewinnen können, mit Besonderem beginnen und beiläufig Daten und Fakten einbringen.

Die Erinnerung wird technisch mit guter Schreibtechnik verbunden.

Zur Schreibtechnik gehört die Dramaturgie. Warum nicht spannend beginnen, dann zurückschauen, nachdenklich sein, nach vorn schauen? Zum Schreiben gehören Erfahrung und Mut. Deshalb ist es wichtig, einen professionellen Begleiter an seiner Seite zu haben. Oft ist es so, dass Autorinnen und Autoren sehr lange mit sich gehadert haben: Soll ich meine Biografie schreiben, und wer könnte mir helfen? Freunde und Bekannte ermuntern. Doch stoßen sie an ihre Grenzen, wenn es darum geht, fachlich hilfreich zu sein. Das Schreiben einer Biografie, für die außerdem jede Menge Ausdauer benötigt wird, ist eine echte Herausforderung.

Verlage drucken private Biografien kostenlos nicht. Einige wollen einen Batzen Geld für die Veröffentlichung haben. So wird wirtschaftlich gedacht. Mittlerweile gibt es E-Books. Wer interessant geschrieben hat und weiß, wie er oder sie im Internet Aufmerksamkeit erzeugen kann, hat Chancen, eine eigene Leserschaft zu finden. Wie lange braucht ein Lektor? Ich biete das Projekt „Lektorat PLUS“ an. Dabei baue ich die Dramaturgie auf. Es müssen Übergänge neu formuliert werden. Manchmal sind das nur ein paar Sätze, damit deutlich wird, dass wir zurückblicken zum Beispiel. Diese Arbeit kann zwei bis drei Wochen lang dauern. Daran orientieren sich die Preise.

Ich empfehle „Lektorat PLUS“, weil dieser Arbeitseinsatz der beste für das Manuskript ist, wenn Autorinnen und Autoren ohne Übung ihrem Anliegen nachkommen wollen. Die eigene Biografie soll wirken und andere Menschen gewinnen.