20.11.2018

Radio Paradiso Berlin. Die Biografie als eigenes Zeitdokument

 

Die Arbeit des Ghostwriters sei mit der eines Sportlers vergleichbar: Es gäbe Zeiten mit Höchstleistungen, mit kurzen Ruhepausen und stets mit einem Ziel im Blick: hier, um ein interessantes Zeitdokument zu schaffen. Das sagte Karl-Heinz Smuda im „Radio Paradiso“. Smuda ist Lektor und Ghostwriter in Berlin für Buchmanuskripte aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz.

Radio ParadisoIn einem zweiteiligen Interview empfahl der Berliner Hörfunksendung „Radio Paradiso“, die Etappen des eigenen Lebens zum Beispiel in Kurzgeschichten oder in Biografien zumindest für die Verwandten aufzuschreiben.

Gerade Biografien stellten Herausforderungen dar. Smuda empfahl, die eigenen Erinnerungen so detailreich wie möglich als Autor selbst zu notieren, dann diese Texte der Erinnerungen stilistisch gründlich von einem Lektor mit eigener Schreiberfahrung korrigieren zu lassen. Dazu könne das Umschreiben gehören. Ein solcher Lektor gestalte die Form.

Gleichwohl seien oft die kleinen Geschichten große, wenn sie Armut, Aufbruch, Durchhaltevermögen oder heitere persönliche aus der Nachkriegszeit erzählten.

Autorin bei „Radio Paradiso“: Lisa Splanemann.

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