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20.06.2019

Lektor. Das Lektorat für die Schweiz in Deutschland

 

Uns eint die deutsche Hochsprache: in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Das gilt ebenso für Regionen außerhalb, zum Beispiel die autonomen Ostkantone Belgiens oder aus autonome Südtirol.

Diskretion: ein großes Anliegen

Es gibt Themen voller Diskretionen, bei denen Schweizer glauben, dass ihre Manuskripte zunächst ohne Aufmerksamkeit Dritter mit einiger Distanz bedacht, diskutiert und bearbeitet werden soll. Die Diskretion ist mein gutes Argument, um Sie hier in Deutschland zu unterstützen. Übrigens sind Flüge sehr billig, Hotels günstig. Gespräche über Inhalte können bei Ihnen während Spaziergängen effektiv geführt werden. Das mache ich nicht selten in der Schweiz an einem ganzen Tag.

Schweiz: Das Land mit vielen wunderbaren Sprachen

In der Schweiz werden vielerlei Sprachen und Dialekte gesprochen. In der Vielfältigkeit liegt indessen die besondere Herausforderung, sich mit der deutschen Hochsprache den deutschsprachigen Raum zu eröffnen, zumal es in der Schweiz oftmals Abweichungen gibt, die sich zum Beispiel auf Bezeichnungen beziehen. Ich bin sehr dafür, dass gute Bücher eine möglichst große Reichweite erzielen.

Die Schweiz hat sich einen eigenen Charakter angeeignet, der überall bewundert und geschätzt wird. Die Standardsprache im deutschsprachigen Raum ist für die überwiegende Anzahl von Buchmanuskripten das Hochdeutsch.

Nicht alles ist überall gleich

Trotzdem müssen wir darauf achten, dass ein Manuskript aus der Schweiz auch in Österreich und in Deutschland ohne langes Nachdenken verstanden werden kann. Ebenso gibt es in Deutschland oder in Österreich Regionen, die ihre Art der Kommunikation pflegen, dabei von der Hochsprache abweichen. Dagegen spricht nichts. Jede Region muss erkennbar bleiben. Wir leben hier im deutschsprachigen Raum in einem der Regionen und der vielen Eigenarten, die uns ausmachen. Gleichmacherei ist Unsinn. Das haben vor allem die Schweizer in ihrem relativ kleinen Land mit der besonderen Vielfältigkeit verstanden. Gelegentlich darf ich als Lektor dort sein.

Das besondere Schweizerische muss sich in Manuskripten widerspiegeln. Das hat einen strategischen Wert für die Verbreitung: Trotzdem brauchen wir im Zentrum jedes Manuskripts eine Sprachweise, die uns alle zusammenführt, überwiegend, nicht ausschließlich und die Regionen nicht ausschließend. Darin muss der Anspruch des Lektors liegen, der sich um Manuskripte und Bücher aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz kümmert.

Persönlich geht es immer am besten

Ich biete hier das Lektorat an und die Beratung vor Ort. Es ist möglich, für knapp mehr als 100 Euro von Berlin nach Zürich zu fliegen, über Form und Inhalt von Manuskripten, die ich vorher gelesen habe, konstruktiv und rücksichtsvoll zu diskutieren, Mentalitäten zu verstehen und ein Ziel zu haben: Jedes Manuskript soll allen in unserem deutschsprachigen Raum ganz einfach, aber interessant zugänglich sein.

Das gilt nicht nur für das Schweizer Kinderbuch, den Schweizer Roman oder den Schweizer Ratgeber. Und große Vorbilder für Bücher mit Schweizer Charakter sind nicht nur die Autoren Friedrich Dürrenmatt, Urs Jaeggi oder Max Frisch, die wir zwischen Lugano und Flensburg, zwischen Eisenstadt und Aachen lieben.