21.05.2019

Deutsche Journalistenschule. Studenten suchen Ghostwriter.

 

Erscheine ein Beitrag über akademische Ghostwriter wie unlängst in der Süddeutschen Zeitung, erhöhe sich die Zahl der Anfragen von Studierenden beim Ghostwriter. Das sagte Karl-Heinz Smuda in einem Interview mit der Deutschen Journalistenschule, DJS, in München.

DJSSmuda ist Lektor und Ghostwriter in Berlin für Buchmanuskripte aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz.

Die Arbeit derer, die für Studierende schrieben, sei zwar sittenwidrig, aber legal. Mit diesem Eindruck wendeten sich Studierende an professionelle Autoren.

Letztlich aber geben die Studentinnen und Studenten gegenüber den Universitäten Erklärungen ab: Die Arbeit sei ohne fremde Hilfe gefertigt worden. Damit würden die Hochschulen getäuscht werden, was Konsequenzen für Studentinnen und Studenten haben könnte. Schlimmstenfalls verließen sie die Universität ohne Abschluss bzw. könnte der aberkannt werden.

Karl-Heinz Smuda betonte, er selbe stehe Studierenden als Ghostwriter nicht zur Verfügung.

Dennoch erhalte jeder Student, der anfrage, einen deutlichen Hinweis auf die Gefahren, denen sich Studenten aussetzten. Von einem „Dammbruch“ sprach Smuda. Spätestens seit der Diskussion über die Doktorarbeit des früheren Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg (CSU) sei die Hemmschwelle geringer geworden. Etwa ein Dutzend Anfragen liefe bei Smuda im Monat seitdem ein.